Wie ich eine Trainingseinheit aufbaue
Jede Einheit hat bei mir eine feste Struktur. Am Anfang steht ein Aufwärmen, das zu dem passt, was danach kommt. Wenn wir Kniebeugen trainieren, mobilisieren wir Hüfte und Sprunggelenk und nicht irgendetwas. Danach folgt der Hauptteil mit zwei bis vier Grundübungen, also Bewegungen wie Beugen, Drücken, Ziehen, Heben und Tragen. Zum Schluss kommt ein kurzer Block für Rumpf, Beweglichkeit oder Ausdauer, je nach Ziel.
Vor jeder Einheit frage ich nach: Wie hast du geschlafen, wie war der Tag, zwickt irgendwo etwas? Danach richte ich die Belastung aus. Ein Plan ist für mich kein starres Blatt Papier. Er gibt die Richtung vor, und in der Stunde entscheiden wir, wie viel heute sinnvoll ist.
Zwischen zwei Einheiten passiert das Wichtigste: Dein Körper erholt sich und passt sich an. Deshalb plane ich Pausen genauso bewusst wie das Training selbst. Wer jeden Tag hart trainiert, schläft oft schlechter und wird anfälliger für Verletzungen. Bei ein bis zwei Einheiten pro Woche mit mir bleibt genug Raum für Erholung, Alltag und einen Spaziergang am Wochenende.
Bewegungsqualität kommt vor dem Gewicht
Der häufigste Fehler, den ich sehe: Es wird zu früh zu schwer trainiert. Das Gewicht steigt, aber die Bewegung wird schlechter. Die Knie fallen nach innen, der Rücken rundet sich, die Schultern ziehen zu den Ohren. Kurzfristig sieht das nach Fortschritt aus. Auf Dauer landet die Last an Gelenken und Sehnen, die dafür nicht vorbereitet sind.
Deshalb erarbeiten wir zuerst saubere Bewegungsmuster. Erst wenn eine Übung stabil und kontrolliert aussieht, erhöhen wir die Last. Dann aber konsequent, denn Muskeln und Knochen passen sich nur an Reize an, die sie wirklich fordern. Dieses Prinzip heißt progressive Belastung: kleine, planbare Steigerungen über Wochen statt großer Sprünge an einzelnen Tagen.
Woran du gutes Training erkennst? Du weißt in jeder Übung, worauf du achten sollst. Du gehst aus der Stunde gefordert, aber nicht erschöpft für den Rest des Tages. Und nach einigen Wochen kannst du Dinge, die am Anfang nicht gingen.
Meine Ausbildung und was sie dir bringt
Mit 17 habe ich an der Staatlichen Hochschule für Körperkultur und Sport in Dnipropetrowsk, dem heutigen Dnipro, angefangen zu studieren. 1998 habe ich dort mein Diplom in Körpererziehung und Sport gemacht. Anatomie, Physiologie, Trainingslehre und Ernährung gehörten fest zum Studium. Seitdem arbeite ich als Trainerin, unter anderem im Fitness-Club Anna, im Megaron und im Kitsch Dance Studio, heute im Matthias Sport Center in Leipzig.
2018 habe ich mich an der For Fit Academy als Instruktorin zertifizieren lassen. Dazu kommen Weiterbildungen in Dynamic Postural Training, Step und Functional Training. Für dich heißt das: Ich habe in über 28 Jahren sehr viele Körper gesehen, junge und ältere, sportliche und ungeübte. Diese Erfahrung hilft mir, schnell zu erkennen, was dich gerade bremst.
Training, das in deinen Leipziger Alltag passt
Wer Vollzeit arbeitet, quer durch die Stadt pendelt oder Kinder hat, braucht flexible Zeiten. Ich trainiere Montag bis Samstag, früh oder abends, und dort, wo es für dich am einfachsten ist: im Studio, draußen im Clara-Zetkin-Park oder bei dir zu Hause, ob in der Südvorstadt, in Gohlis oder in Plagwitz.
Für das Training zu Hause brauchst du wenig, meist reichen eine Matte und etwas Platz. Was wir an Material brauchen, klären wir im Erstgespräch. Wenn dir einmal etwas dazwischenkommt, kannst du deinen Termin bis 24 Stunden vorher umbuchen.
